Was uns in unserer Arbeit wichtig ist
Kinder sollen bei uns vor allem eines: gerne Kind sein dürfen.
Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist eine verlässliche Beziehung. Kinder brauchen Menschen, bei denen sie sich sicher fühlen, die ihnen zuhören, sie ernst nehmen und ihnen zutrauen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Deshalb möchten wir jedes Kind so kennenlernen, wie es ist – mit seiner Persönlichkeit, seiner Familie, seinen Erfahrungen, seinen Stärken, seinen Interessen und den Dingen, die ihm vielleicht noch schwerfallen.
Ein offenes Ohr für große und kleine Sorgen, Trost, Nähe und ein sicherer Ort gehören für uns genauso zum Kindergartenalltag wie Spielen, Forschen, Lernen und Toben.
„Ich bin ich – und ich kann etwas.“
Kinder entwickeln sich nicht nach einem einheitlichen Plan. Sie brauchen unterschiedliche Dinge, unterschiedliche Wege und manchmal auch unterschiedlich viel Zeit.
Wir möchten Kinder darin stärken,
- eigene Ideen zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen,
- neugierig zu bleiben und Fragen zu stellen,
- Dinge selbst auszuprobieren,
- Fehler machen zu dürfen und daraus zu lernen,
- ihre Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken,
- Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln,
- Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Dabei verstehen wir uns nicht als diejenigen, die Kindern ständig zeigen, wie etwas „richtig“ geht. Wir schaffen Räume, geben Impulse, beobachten, begleiten und helfen dort, wo Unterstützung gebraucht wird.
Gemeinsam verschieden
Im Pfiffikus treffen Kinder mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Fähigkeiten, Sprachen, Kulturen und Familiengeschichten aufeinander. Diese Vielfalt gehört zu unserem Alltag. Jedes Kind soll erleben: Ich gehöre dazu.
Gleichzeitig bedeutet Gemeinschaft, dass nicht immer alle dasselbe wollen können. Kinder lernen bei uns, andere wahrzunehmen, Grenzen zu respektieren, Konflikte auszutragen, Kompromisse zu finden und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Regeln geben dabei Orientierung und Sicherheit. Wo es möglich ist, werden Kinder an Entscheidungen und an der Gestaltung ihres Alltags beteiligt. Sie sollen Regeln nicht nur befolgen, sondern zunehmend verstehen, warum wir sie brauchen und was unser Zusammenleben gelingen lässt.
Spielen ist Lernen
Kinder erschließen sich ihre Welt im Spiel. Sie beobachten, wiederholen, erfinden, verhandeln, bauen, scheitern, verändern ihre Idee und versuchen es noch einmal. Deshalb bekommt freies Spiel bei uns bewusst Zeit und Raum.
Daneben entstehen Bildungsgelegenheiten im gesamten Alltag: beim gemeinsamen Essen, Anziehen, Erzählen, Streiten und Versöhnen ebenso wie beim Experimentieren, Gestalten, Bewegen, Musizieren oder bei unseren Entdeckungen draußen. Bildung passiert nicht erst dann, wenn Erwachsene ein Angebot vorbereitet haben.
Stark fürs Leben
Natürlich bereiten wir Kinder auf die Schule vor. Für uns beginnt diese Vorbereitung aber nicht erst im letzten Kindergartenjahr und sie besteht nicht hauptsächlich aus Arbeitsblättern, Zahlen oder Buchstaben.
Ein Kind braucht für seinen weiteren Weg Selbstvertrauen, Neugier, Sprache, Ausdauer, Kreativität und soziale Fähigkeiten. Es muss Fragen stellen dürfen, mit Enttäuschungen umgehen lernen, Hilfe holen können und erfahren, dass es selbst etwas bewirken kann. Diese Fähigkeiten wachsen vom ersten Tag an – in Beziehungen, im Spiel und im täglichen Zusammenleben.
Familien gehören dazu
Eltern und andere Bezugspersonen kennen ihr Kind aus einer anderen Perspektive als wir. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bedeutet für uns, miteinander im Gespräch zu bleiben, Beobachtungen auszutauschen und auch dann gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wenn Entwicklung einmal nicht geradlinig verläuft.
Denn am Ende geht es uns um dasselbe: Dass Kinder sich sicher und angenommen fühlen, neugierig auf die Welt bleiben und ihren eigenen Fähigkeiten vertrauen können.